Identifizieren

Digitale Identitäten für Deutschland: Die Aufholjagd hat begonnen

02.12.2020

Jahrelang galt Deutschland als Schlusslicht bei der Digitalisierung. Diese Zeiten sollen bald Geschichte sein - denn die Aufholjagd hat längst begonnen. Innerhalb des Förderprojektes „Schaufenster digitale Identitäten“ des BMWi haben sich in dem Projekt Smartphone ID+ (SID+) starke Partner zusammengeschlossen, um die Nutzung von digitalen Identitäten für unterschiedlichste Services schnell in die Breite zu tragen und so die Digitalisierung in Deutschland entscheidend zu beschleunigen.

Um die Aufholjagd erfolgreich und nachhaltig zu gestalten, setzt das Projekt Smartphone ID+ neben einer smarten technischen Lösung vor allem auf eine weitreichende Anwendbarkeit und Nutzung, eine hohe Nutzerfreundlichkeit, die Schnelligkeit bei der Umsetzung und die Interoperabilität zu heutigen und zukünftigen Alternativen.  

Technisch ermöglicht die Smartphone ID+ das einfache und gleichzeitig sichere / datenschutz-konforme „Brokering“ von unterschiedlichen digitalen Identitäten und deren Nutzung für unterschiedlichste digitale Transaktionen. „Gemeinsam mit unseren Partnern können wir für den Endkunden bzw. Bürger digitale Transaktionen ganzheitlich darstellen - ausgehend von der digitalen Erstidentifizierung durch uns, über die Authentifizierung, digitale Signaturen, Dokumentenablage und Bezahlung. Und das alles passwortlos!“ sagt Uwe Stelzig, CEO von der ident Trust Management AG.

"Es ist unser ausdrückliches Ziel, die Smartphone ID+ schnell und agil zu entwickeln, um die ersten Piloten kurzfristig zu starten“ erläutert Markus Hertlein, Geschäftsführer der jüngst vom FORBES-Magazin als "Top 5 der innovativsten Cyber Security-Startups" gekürten XignSys GmbH und freut sich auf die damit verbundene Herausforderung: "Ich bin davon überzeugt, dass die Kombination von jungen  Tech-Unternehmen wie uns gepaart mit dem Know-How und der Marktpräsenz von Unternehmen wie zum Beispiel der 1&1 Mail & Media GmbH die Entwicklungen mit Dynamik und Nachhaltigkeit  nach vorne bringen werden.“

Die Stadt Gelsenkirchen ist überzeugt, dass gerade die intensive Kooperation zwischen kommunalen Stadtverwaltungen, wie etwa der aus Gelsenkirchen, innovativen Startups, erfahrenen Forschungsinstituten und öffentlichen wie privaten Unternehmen die breite Anwendbarkeit sichern und damit den Durchbruch bei diesem Projekt bringen kann.

Am Ende steht aber der Nutzer im Fokus. „Die beste Anwendung bringt nichts, wenn sie nicht von den Nutzerinnen und Nutzern akzeptiert wird", so Stephan Vila von der Creditreform Boniversum und Marius Gerwinn von der Fileee GmbH. „Es wird darum gehen, Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden in der täglichen Praxis zu generieren und zugleich potenzielle Entwicklungsschübe für unsere internen Prozesse zu gewinnen. Darauf müssen wir von Beginn an unser Augenmerk legen. Bei den von uns abgedeckten Bereichen legen wir besonderen Wert darauf, dass die Plattform unkompliziert zwischen digitalen Identitäten für die verschiedensten Einsatzgebiete in Wirtschaft und Verwaltung technisch vermittelt und so als Broker fungiert", wie die Vertreterinnen und Vertreter der Konsortialpartner abschließend verdeutlichen.

"Bisher war es so", erläutert Prof. Norbert Pohlmann, langjähriger Leiter des Institutes für Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule: "Der Fokus lag entweder auf einer sehr nutzerfreundlichen Anwendung, die jedoch eklatante Mängel in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz aufwies, oder aber genau andersherum. Die geringe Akzeptanz des elektronischen Personalausweises ist sicherlich auch die Folge dieser Problematik. Im Projekt SID+ werden die Nutzerfreundlichkeit durch vollständig passwortlose Prozesse und gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards miteinander verbunden. Die gegebene Interoperabilität – auch zu Zukunftstechnologien wie der Self-Sovereign Identity (SSI) - wird einen weiteren Beitrag zur Stärkung eines europäischen Ansatzes der digitalen Souveränität leisten."

Insgesamt beteiligen sich folgende Akteure am Projekt:

Konsortialpartner

  • Stadt Gelsenkirchen
  • identity Trust Management AG
  • 1&1 Telecommunication SE
  • XignSys GmbH
  • fileee GmbH
  • Bank-Verlag GmbH
  • FZW Event GmbH
  • S-Markt & Mehrwert GmbH & Co. KG
  • Verband der Vereine Creditreform e. V. | Creditreform Boniversum GmbH
  • Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG
  • TicketHash Technology UG
  • FIWARE Foundation, e.V.
  • Institut für Internet-Sicherheit – if(is) | Westfälische Hochschule
  • Stadt Herne

Assoziierte Partner

  • European netID Foundation
  • FinTecSystems GmbH
  • eco Verband der Internetwirtschaft e.V.
  • Bundesverband IT‐Sicherheit e.V.
  • Stadt Aachen
  • Younix Identity AG (Österreichische Staatsdruckerei)
  • WiN Emscher‐Lippe GmbH
  • TrustCerts GmbH
  • IHK Nord Westfalen
  • Rhein-Kreis Neuss
  • GELSEN-NET Kommunikationsgesellschaft mbH
  • Stadt Soest
  • POLYAS GmbH
  • PICTURE GmbH
  • IHRE-ID, Metropolreg. Rhein-Neckar
  • Süd-West Kreditbank Finanzierung GmbH
  • Deutschland ID (DeID), Fraunhofer AISEC

Über die XignSys GmbH
Die XignSys GmbH ist ein wachsendes IT-Sicherheitsunternehmen, das die Authentifizierung revolutioniert.  Mit XignIn werden die Smartphones der Nutzer zu digitalen Identitäten, wodurch sicheres und passwortloses Authentifizieren ohne zusätzliche Hardware möglich wird.  Für das Land NRW wird auf dieser Grundlage derzeit die „Smartphone-Bürger-ID“ umgesetzt.  Bürger können sich dadurch mithilfe ihres Smartphones für vielfältige digitale Leistungen der Verwaltung, etwa bei der Beantragung eines Bewohnerparkausweises, sicher ausweisen. Auch VW nutzt die Technologie XignIn Business bereits im Portal. Das Wolfsburger Unternehmen ersetzt Passwörter und Ausweiskarten, um mehr Effizienz und Sicherheit zu schaffen.

Webseite: https://xignsys.com

Kontakt:

Markus Hertlein (CEO XignSys GmbH)

Lars-Oliver Schröder (CSO XignSys GmbH)

Bochumer Straße 110

D-45886 Gelsenkirchen

Tel.: 0209/883 044 84, Markus Hertlein

Tel.: 0209/883 044 75, Lars-Oliver Schröder

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